Ausstellung im Dormitorium Asbeck
2011
In
der Regel arbeite ich Themen bezogen.
In
dieser Ausstellung spiegelte sich das Thema
Paare in der Kunst wieder
PAART ART
Der Begriff Paar beinhaltet für mich menschliche Beziehungen. Dabei geht es mir
nicht nur um die Darstellung von Menschen,
sondern um die Darstellung von Gefühlen,
von Beziehungen, von Kommunikation – aber auch von Nicht-Kommunikation.
Um das in den Bildern zum Ausdruck zu
bringen, habe ich die Menschen von Hüllen und Masken befreit und mit lediglich skizzierten Körpern dargestellt.
Der Raum, das Umfeld - ist ebenso unbestimmt wie die Figuren.
Er wird aufgelöst- wird zu einem "Hell-Dunkel-Kontrast",
zu einer unbestimmten
dunklen oder hellen Fläche.
Der Raum, das Umfeld ist allerdings ebenso bedeutend wie die Figuren.
Entscheidend sind die Gesten der
Menschen, die Stellung der Menschen zueinander, die Position im Raum.
Meine Bilder sind sicherlich Ausdruck eigener Erlebnisse und
Erfahrungen, aber auch Ergebnisse von beobachteten
Situationen oder kompositorischen Einfällen.
Jedes Bild hat auch seine Geschichte, dies
zu wissen, ist für Sie jedoch,
so glaube ich, eher
nebensächlich. Es würde Ihre Betrachtung stören und der eigenen Interpretation hinderlich
sein.
Die Menschen in meinen Bildern
bleiben anonym. Sie haben keine Gesichter.
Die Menschen sind keine Individuen, haben manchmal nicht einmal ein
bestimmtes Geschlecht.
Stattdessen sind sie beispielhafte
Gestalten für menschliche Reaktionen,
für den Umgang von Menschen mit- und
gegeneinander.
So entstanden Bilder der Freude und auch der
Angst der Menschen, miteinander
umzugehen,
der vielen Zweifel, die Menschen von sich
und anderen haben,
Bilder vom Zögern, vom aufeinander Zugehen.
Die Bilder spiegeln die Distanz zwischen
den Menschen, auch und gerade, wenn sie sich nahe sein wollen.
Dabei erzähle ich keine Geschichten in den Bildern, sie zeigen vielmehr Ausschnitte aus dem Leben. Ich halte in
den Bildern nur Momente fest.
Es gibt in den Bildern kein genaues Davor,
kein "Wie-kam-es-dazu", aber es gibt auch kein "Was-wird-daraus".
Ursachen und Folgen der dargestellten Situationen bleiben immer offen.
Ich möchte Sie durch
die Bilder auffordern, die Geschichten von Ursachen und Folgen selbst zu
suchen, selbst zu finden.
Um die Art der Kommunikation,
wie sie in den einzelnen Bildern dargestellt wird, zu ergründen, bedarf es Ihrer Fantasie.
Deswegen werden Sie
auch keine Titel unter meinen Werken finden.
Ich möchte sie in ihrer Interpretation
nicht festlegen
Ich hoffe, Sie
werden sich ihr eigenes Bild machen können.
So spiegelt sich in den Bildern nicht nur der Künstler, sondern immer
auch
der
Betrachter wieder.
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